unclesally*s - willkommen zu hause

Bild: Viva Polonia.
  • Text: Aliki Nassoufis

Viva Polonia.
Als deutscher Gastarbeiter in Polen


Er hat das Bild der Deutschen in Polen wieder zum Guten gewendet: Kabarettist Steffen Möller machte während seines Studiums eigentlich nur aus Langeweile einen Polnisch-Sprachkurs, doch mittlerweile hat sich der gebürtige Wuppertaler im Nachbarland zum Fernseh-Serien-Star und zu so etwas wie dem inoffiziellen Kulturbeauftragten Deutschlands gemausert. Als pechvögeliger Bauer in der Serie „L wie Liebe“ fliegen ihm somit nicht nur die Herzen der Frauen zu, weswegen auch Möller mehr als nur Sympathie für die Polen und ihr Land empfindet. Seine Erlebnisse und Erfahrungen schildert er nun in „Viva Polonia“, wo es nach Stichwörtern geordnet um Gastfreundschaft, Improvisationstalent und eine Menge Selbstironie der Polen geht. Möller will mit diesen simplen Alltagsbeobachtungen mit den Vorurteilen auf beiden Seiten aufräumen, wirkt dabei manchmal aber etwas allzu gefällig, meidet er doch wirklich heikle Themen wie beispielsweise Homosexualität und Vertriebene. Unterhaltsam ist „Viva Polonia“ dennoch, überzeugt Möller doch vor allem durch seine pointierten und charmanten Erzählungen.

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