- Text: Holger Muster
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Dänemark-Special
Volbeat
Zwischen welchen musikalischen Polen das Herz Volbeats schlägt, ist auf den Armen des Sängers Michael Poulsen abzulesen. Den rechten ziert der Schriftzug „Social Distortion“, den linken „Elvis Presley“. Zusammen ergibt das die explosive Mischung, die ’Guitar Gangsters & Cadillac Blood’ zum Album-Highlight des Spätsommers werden lässt.
Obwohl sie es bei dem überzeugenden Rock_Sound gar nicht nötig hätten, haben sich die Jungs zusätzlich etwas einfallen lassen. Gut die Hälfte der Songs bilden die Story von „Cadillac Blood“ – einem Typen, der tot im Cadillac gefunden wird. Doch beim Eintreffen der Polizei ist die Leiche verschwunden und die Suche nach seinem Mörder beginnt. „Zur Geschichte gehört natürlich der Titeltrack und die Single ’Maybellene I Hofteholder’. Das Ganze endet dann mit ’Broken Man And The Dawn’. Wobei es womöglich irgendwann weiter geht!“
Im Schreiben epischer Dramen ist Michael Poulsen schon geübt. Auf der ersten Platte gab es den Song ’Danny And Lucy’, bei dem ein junges Mädchen mit einem Typ durchbrennt und dabei stirbt. Auf dem Zweitling klärte ’Firesong’ über die Hintergründe auf, während in ’Mr. And Mrs. Ness’ die Mutter von Lucy tot aufgefunden wird. „Bei ’Mary Ann’s Place’ geht es darum, wie Mr. Ness am Grab seiner Frau noch mal mit ihr redet.“
Und Antwort erhält! Pernille Rosendahl von Storm beziehungsweise Swan Lee bittet als Mary Ann ihren Mann um Vergebung. Zum großen Kino fehlt jetzt nur noch das nötige Kleingeld – aber die Chancen, dass die Jungs Plattenmillionäre werden, stehen ja nicht schlecht!
Die wichtigste Band in der Geschichte Dänemarks?
Michael Pulsen: „Wenn du mich fragst, dann Metallica. Lars Ulrich ist ja Däne. Oder müssen alle Mitglieder aus Dänemark kommen?“
Thomas Bredahl: „In dem Fall sage ich mal Gasolin, die in den Siebzigern tolle Sachen gemacht haben. Deren Sänger Kim Larsen veröffentlicht jetzt übrigens immer noch Platten. Der ist so was wie ein Nationalheld!“
Größtes Vorurteil gegenüber den Dänen?
Michael Poulsen: „Vielleicht, dass wir einfach unverschämt gut aussehen? Wobei das ja nicht unbedingt was Negatives ist.“
Größtes Vorteil gegenüber den Deutschen?
Thomas Bredahl: „Deutsche lieben Hierarchien! Bei uns in Dänemark sind alle eher auf einer Ebene - ob das nun in Bands oder in Firmen ist. Vielleicht sind wir deswegen auch so nett?“
änische Delikatesse?
Michael Poulsen: „Es gibt so eine Spezialität aus Leber, aber besser ist eigentlich unser Schwarzbrot. Das schmeckt wie Malzbier!“
Darum ist Dänemark das beste Land der Welt
Thomas Bredahl: „Wir zahlen vielleicht hohe Steuern, aber dafür leben wir auch in einem Wohlfahrtsstaat. Das Gesundheits- und Bildungssystem ist einmalig. Die Unterschiede zwischen Reich und Arm sind nicht so ausgeprägt wie zum Beispiel in Amerika.“
Dänemark in einem Wort?
Michael Poulsen: „Heimat!“
Aktuelles Album: „Guitar Gangsters & Cadillac Blood“
NIKOLAUS SPECIAL! LIVE: ATTACK IN BLACK & STALIN VS. BAND
06.12.2008
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