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Bild: Polarkreis 18
  • Text: Marcus Willfroth
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Polarkreis 18
Geheimbund der Einsamen


Alle weiteren Infos zum sally*sounds08 findet ihr hier.

Wenn es mehr als 1.000 Stimmen braucht, um einen einzigen Song aufzunehmen, dann gehört das doch ins Guinness Buch der Rekorde, oder? Ob’s geklappt hat, erklären uns Polarkreis 18.

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Es war ein fixe Idee der Band, das Stimmexperiment ausgerechnet auf einem Konzert auszuprobieren: „Da standen wir im letzten Jahr vor hunderten von Menschen und wussten, jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen“, erklärt Sänger Felix Räuber und meint damit den Chor auf der aktuellen Single „Allein Allein“. „Unser Drummer gab dem Publikum ein Zeichen und plötzlich sagen alle den Liedtitel. Knapp 1.000 Leute, einstimmig! Das war schon der Wahnsinn.“
Dies ist bei weitem nicht das Einzige, was an den Sessions für das zweite Album ‘The Color Of Snow‘ erwähnenswert ist: Die Platte markiert das letzte Stück Musik, das in den legendären Weilheimer Uphon-Studios vor deren Schließung aufgenommen wurde. Jenem Ort also, wo Produzent Mario Thaler bereits brillanten Bands wie The Notwist oder auch den Ingolstädtern Slut unter die Arme griff und für musikalisch Stil prägenden Output sorgte

„Mario war sehr engagiert und überließ nichts dem Zufall. Er stimmte sogar unserem Vorschlag zu, ein ganzes Orchester aufzufahren.“ Man mag von dem Power-Pop der sechs Dresdner halten, was man will – Mut zur Größe kann man der Band nicht absprechen. Gerade weil das selbstbetitelte Debüt wegen dem ganzen Pomp schnell die Kritiker auf den Plan rief: Diese Band will zu viel und sei den eigenen Ansprüchen nicht gewachsen!

„An unserem ersten Album haben wir schon zu Schulzeiten getüftelt – natürlich ist man da noch naiver. Es war aber eine konsequente Entwicklung, die seitdem stattfand. Und mal ehrlich: Es ist doch besser zu polarisieren, als völlig egal zu sein!“ Vielleicht auch deswegen, weil es schon genug Stangenware im dem feschen Indie-Bereich gibt? „Nein, das was wir machen, orientiert sich nicht an Trends, sondern daran, was wir wollen.“

Dieser Wille zu etwas ganz Großem ist auf ‘The Color Of Snow’ ausgeprägter als beim letztjährigen Band-Debüt: Hier wird nichts zurückgefahren und Pop kreiert, der erfrischend unterhaltsam ist. Großspurig ja, abgehoben nein.

Zum Sally*sounds08:

Auf welche Band freut ihr euch am meisten?
Wir kennen die Kilians ganz gut und mögen die sehr gerne, obwohl ich nicht weiß nicht, ob die uns leiden können. Travis sind natürlich eine Riesenband und ein großer Einfluss für uns, deshalb freuen wir uns, die live sehen zu dürfen.

Was werdet ihr abends anhaben?
Wir werden wie gewohnt konzeptionell in weiß auftreten. Schön wäre, wenn das Publikum auch in weiß erscheint und sowas wie eine „White Parade“ anzetteln würde, das gab es bis dato noch nicht.

Was werdet ihr trinken?
Da unser Auftritt bei sally*sounds nicht Teil einer Tour, sondern nur so „zwischendurch“ ist, werden wir sicher auch feiern und uns den alkoholischen Getränken widmen: Kombucha gemischt mit Gin.

Was werdet ihr essen?
Wir mögen sehr gerne Eisbein mit Sauerkraut; wir sind also eher traditionell veranlagt.

Wer sollte in der ersten Reihe stehen?
Jonathan Mese. Einer der bekanntesten deutschen Künstler, der faschistoide, größenwahnsinnige Kunstprojekte macht. Großartig.

Was sollten die Zuschauer auf die Bühne werfen?
Blumen! Weiße Narzissen.


Aktuelles Album: „The Colour Of Snow“

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