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Bild: The Rifles

The Rifles
sally*sounds08


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Es hätte DER Record Release-Abend des Jahrhunderts werden können. Neben Polarkreis 18 ließ kürzlich auch die Londoner Indie-Rock-Fraktion The Rifles den 10. Oktober zum Tag der Veröffentlichung von „Pavement Diaries“ ausrufen, doch dann kam der Band „etwas dazwischen“. Was das war, klärten wir mit Rifles-Schlagzeuger Grant Marsh in New York.

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Grant, warum wurde euer Album schon wieder verschoben? Erst wurde es für das Frühjahr angekündigt, dann [für Oktober, derzeit ist die Veröffentlichung für Februar geplant.
Wir müssen unsere Fans da um Vergebung bitten, aber wir brauchten eben noch ein bisschen Zeit für die Dinge, die uns neben der Musik auch sehr wichtig sind: Die Gestaltung des Albumcovers zum Beispiel oder die genaue Tracklist. Wir haben uns also entschieden, alle Aspekte der Produktion gut zu durchdenken und sicher zu gehen, dass uns das Album in seiner Gesamtheit auch in ein paar Jahren noch gefällt. Und so was braucht eben seine Zeit.

Du als jemand, der das Album schon kennt: Was sind die wesentlichen Unterschiede im Vergleich zu „No Love Lost“, eurem Debüt?
Es passiert viel mehr in den Songs, sie sind austarierter, arrangierter, durchdachter. Früher kam einer von uns mit seinem im stillen Kämmerlein verfassten Lied in den Proberaum, heute entstehen unsere Songs bei gemeinsamen Sessions. Das neue Album ist also mehr ein Brandprodukt als noch das erste.

Was waren die Highlights der Aufnahmen, was die unangenehmen Seiten?
Schön war, mit den Jungs einen ganzen Sommer lang in einem Farmhaus im Norden Englands bei strahlendem Sonnenschein und fernab all des Trubels in Ruhe an den Songs schrauben und sie aufnehmen zu können. Ein ganz neuer Bandspirit ist da aufgekommen. Blöd dabei war nur, dass dabei so viele Ideen entstanden, dass wir vieles verwerfen mussten.

Was erwartet uns bei sally*sounds08? Werdet ihr neue Songs spielen?
Logisch, wir sind ganz heiß darauf. Unsere ersten Shows hier in New York haben gezeigt, dass die neuen Songs ganz hervorragend mit den alten Stücken harmonieren. Ich finde es wichtig, den Fans live die Songs zu bieten, die sie kennen und lieben; es wäre arrogant, in erster Linie das neue Material durchzuprügeln. Deshalb hält sich der Mix aus alt und neu bei uns auch die Waage.

Auf welche Band freut ihr euch am meisten?
Wir kennen ja nur Travis, und auf die freue ich mich schon. Ich gebe zu, dass ich die Band in den letzten Jahren kaum noch gehört habe, aber ich erinnere mich noch daran, wie wir als junge Typen einst Travis in der Brixton Academy gesehen haben, vor 5.000 Leuten! Ich dachte nur: Eines Tages werde ich auch dort stehen. Und es sieht so aus, als würde mein Traum wahr. Wir haben am 21. November unser Heimspiel in Brixton.

Was werdet ihr abends anhaben?
Keine Ahnung. Wahrscheinlich das, wonach uns der Sinn steht. Gott sei Dank haben wir bandintern alle einen ähnlichen Geschmack, deshalb passen unsere Outfits auch ohne Absprache relativ gut zusammen.

Was werdet ihr trinken und essen?
Könnt ihr uns einen Gefallen tun und eine Schiffsladung Baked Beans für uns vorbereiten? Hier in New York sitzen wir diesbezüglich total auf dem Trockenen. Und wenn ihr ein bisschen Bier zum Runterspülen und Jägermeister zum Verdauen parat haltet, dann wären wir euch doppelt dankbar.

Aktuelles Album: „No Love Lost“/„Pavement“ (ab vorauss. Februar 2009)

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