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Bild: The Spinto Band
  • Text: Nina Töllner
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The Spinto Band
Das Kind im Manne


„Wir sind ziemlich hyperaktive, spaßige Typen, die viel herumalbern und einen guten Sinn für Humor haben. Wir nehmen uns selbst nicht so ernst.“

So Jeffrey Hobson auf die Frage, ob er und seine fünf Spinto Band-Kumpels keine Lust hätten, mal ein bisschen erwachsen zu werden.

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Wer sich ‘Moonwink‘, das offiziell zweite Album der Ostküsten-Indie-Popper, zu Gemüte führt und sich durch ihr liebevoll gehegtes Internet-Universum klickt, könnte meinen, die jungen Herren hätten auch mit Anfang/Mitte 20 immer noch vor allem eines im Kopf: Flausen. In selbstgemachten Nonsens-Werbespots zur neuen Platte fachsimpeln sie im Gemüsebeet über die kommende Ernte oder machen auf der Veranda einem Bienennest den Garaus. Ganz zu schweigen vom Video zur Single ‘Summer Grof‘, in dem die Rasselbande aus Delaware von einem Bombardement aus Wasserbomben, Mehl, Farbe und Konfetti richtig schön eingesaut wird.

Da überrascht es doch ein wenig, wenn sich Spinto Band-Schlagzeuger Jeff als eher dröger Gesprächspartner entpuppt, der sich unerwartet vernünftige, fast langweilige Statements aus der Nase ziehen lässt. So ist zu erfahren, dass das, was auf ‘Moonwink‘ aufgekratzt und leichtfüßig wie eine Art Clap Your Hands Say Yeah meets frühe Weezer daher kommt, das Ergebnis langwierigen Feilens ist. „Nick (Gesang/Gitarre) und Thomas (Gesang/Bass) bringen normalerweise die Grundidee eines Songs zur Probe und dann arbeiten wir ein paar Monate dran. Wir schreiben Pop-Stücke und haben gerne alles exakt.“ Überhaupt sei das Sextett, das bereits seit frühen Teenie-Tagen gemeinsam musiziert, nicht an Schnellschüssen interessiert. „Unser Ziel ist eine langfristige Karriere im Musikgeschäft. Wir wollen uns entwickeln, die Dinge langsam nehmen und sicher gehen, dass wir sie richtig machen.“ Herrjemine, ganz so erwachsen muss es nun auch nicht sein. Dann doch lieber die übliche Portion Kindskopf-Charme, Jungs.

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