unclesally*s, dein Musik-Magazin für Punk, Rock, Indie, Alternative, Indierock mit vielen Interviews und Rezensionen

  • Text: Marcus Willfroth
  • Kommentar schreiben

O’DEATH
Hausbesuch bei Jack The Ripper


Ein ganzes Album über Mord und Totschlag – gut, das liegt bei einer Band wie O’Death nahe. ‘Broken Hymns, Limbs And Skin’ ist für das Quintett trotzdem zum schwer verdaulichen Brocken geworden.

„Was mich an unserem Debüt ‘Head Home’ stört, ist der unbegrenzte Optimismus. Nicht nur der Sound sorgt dafür, auch meine Lyrics tragen einen entscheidenden Teil dazu bei“, referiert Sänger und Gitarrist Greg Jamie. Recht schnell gelang ihm und seinen Kumpels offensichtlich der zweite Schuss: Mit ‘Broken Hymns, Limbs And Skin’ steht nur elf Monate später der nächste Band-Silberling in den Startlöchern – wie kommt’s? „Was die wenigsten wissen: Wir fingen mit der Arbeit an dem Album schon vor unserem Debüt an, und taten uns wirklich schwer.“

ANZEIGE


Der Grund ist so einfach wie naheliegend: Niemand kann unbeschwert arbeiten, wenn ihm ständig jemand über die Schulter lugt. „Als die ersten Texte fertig waren, kamen meine Jungs auf mich zu und sagten: ‘Greg, geh mal weiter in diese düstere Richtung – die passt super zu unseren Songs!‘“ Also klemmte sich der Hauptsongschreiber hinter sein Reißbrett und tüftelte mehr als ihm lieb war. „Er hatte kein leichtes Los“, gesteht Gitarrist David Rogers. „Während wir im Studio unseren Gothic-Gospel-Folk-Rock perfektionieren konnten, brütete er über den Texten.“

Eines hat sich dabei nicht geändert: Wo der musikalische Wahnsinn zu Hause ist und ein Stilmix aller Gitarrengenres betrieben wird, fühlen sich O’Death weiterhin am wohlsten. Auch wenn Jack The Ripper höchstpersönlich mittanzt.

Kommentar schreiben

  • Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
  • Diese Seite zu del.icio.us hinzufügen
  • Diese Seite zu deinen Google-Bookmarks hinzufügen

...zurück



Kontakt -  Impressum -  Mediadaten -  Abo ·  nach oben