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Bild: The Dodos
  • Text: Steffen Meyer
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The Dodos
Psycho-Folk


The Dodos reihen sich problemlos in die Annalen der Musikgeschichte San Franciscos ein. Die bevorzugte Musikrichtung der Hippie-Metropole war schon immer der Folk, und das Duo bereichert diesen Sound um äußerst spannende Zutaten.

Meric Long (Gesang/Gitarre) und Logan Kroeber (Schlagzeug) freuen sich über die Beschreibung ihrer Musik: „’Happy Two Gallants’, das ist cool. Die sind auch zu zweit und kommen aus San Francisco. Das klingt viel besser als andere Vergleiche, die wir bisher gehört haben. Die schlimmste Beschreibung war wohl ’Elliott Smith trifft Iron & Wine’.“ Als Meric die Band vor zweieinhalb Jahren gründete, hatte er eine sehr genaue Vorstellung davon, wie The Dodos klingen sollten: „Mir schwebte ein leicht psychotischer Country-Fingerpicking-Gitarren-Sound vor, der durch abgefahrene Drumrhythmen ergänzt wird.“ Das Schlagzeugspiel ist allerdings außergewöhnlich und sucht in der Folk-Szene seinesgleichen. Auf dem zweiten Album ’Visiter’ bearbeitet Logan sein Drumset mit polyrhythmischen Techniken, auf Konzerten werden die beiden von einem Freund begleitet, der im Hintergrund auf eine große Mülltonne einschlägt. Das klingt dann so, als würde ein klassischer Songwriter von einer Mini-Percussion-Band à la Stomp begleitet werden. „Ich habe irgendwann einmal einen Cirque-du-Soleil-Auftritt gesehen, und bei der musikalischen Begleitung haben mich die Drumbeats am meisten beeindruckt“, erklärt Meric. „Ich schätze, das war ein großer Einfluss.“ Nach ihrem Debütalbum ’Beware Of The Maniacs’ waren The Dodos ständig auf Tour und wurden zum Geheimtipp, der eigentlich keiner mehr war.

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"Als wir auf Pitchfork erwähnt wurden, ging es richtig los. Plötzlich kamen mehr Leute in die Clubs und die Buchungsanfragen nahmen zu. Im Januar haben wir dann unsere Jobs an den Nagel gehängt.“ Abschließend müssen die beiden noch den beknackten Bandnamen erklären. „Eine tragische Geschichte“, lacht Meric. „Es geht um diesen fetten Vogel, den Dodo. Auf seiner Heimatinsel Mauritius hatte er keine natürlichen Feinde, bis die Insel im 17. Jahrhundert besiedelt wurde. Er dachte sich: ’Toll, jemand zum Spielen’, und ist auf die neuen Inselbewohner zugewatschelt. Die haben ihn natürlich getötet.“ Ach so. Nun, bei The Dodos ist halt alles ein bisschen anders.

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