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Bild: From First To Last
  • Text: Tito Wiesner
  • Fotograf: Nina Kolle
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From First To Last
Vollzeit-Kräfte gesucht


Öfter mal was Neues: Bei From First To Last geht es seit Jahren zu wie in der deutschen Fußballnationalmannschaft - die Besetzung ändert sich praktisch im Monatsrhythmus.

Eine neue, selbstbetitelte Platte hat die Band trotzdem fertig gestellt; und die präsentiert sich nicht etwa zerfahren und kopflos, sondern mindestens ebenso gereift wie wütend und mitreißend.

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Wer sich tatsächlich die Mühe machen will, den Stammbaum von From First To Last aufzumalen, braucht extrem viel Papier: Seit der Gründung in Floria im Jahre 1999 kommen die Jungs einfach nicht zur Ruhe. Kaum war die Debüt-EP ’Aesthetics’ eingespielt und brachte der Band den ersten Plattenvertrag ein, hatte Sänger Phillip Reardon keine Lust mehr auf’s Bandleben. Es folgte der Teenager Sonny Moore, der zwar die Herzen zahlreicher Mädels brach, gleichzeitig aber auch seine Stimmbänder beim Brüllen ruinierte. Zwei Platten und ein paar Operationen später kehrte somit auch er gezwungenermaßen der Band den Rücken zu. Ähnlich wechselhaft ging es am Bass zu: Selbst Limp Bizkit-Ikone Wes Borland durfte kurzzeitig mal ran, weil einfach keine fähige Vollzeit-Kraft zu finden war.

Unterkriegen ließ man sich trotzdem nicht; schließlich wurde die Band trotz allem von zahllosen Kids vergöttert und mit guten Kritiken förmlich überschüttet - dem intelligenten Mix aus Lärm und Melodie, der qualitativ den meisten Screamo-Kapellen haushoch überlegen war, sei Dank. 2007 wurde somit unter anderem erneut genutzt, um endlich wieder ein volles Line-Up auf die Beine zu stellen, eine neue Plattenfirma zu finden, den bisherigen Gitarristen und Songwriter Matt Good zum Singen zu überreden und sich danach monatelang nur auf’s Songschreiben zu konzentrieren. Nur logisch also, dass sich Album Nummer Drei doch spürbar vom Vorgänger ’Heroine’ unterscheidet: „’Heroine’ war teilweise sehr überladen“, erklärt Matt. „Deshalb sollte das neue Album etwas organischer und runder werden. Wir wollten einfach eine Platte machen, die elementarer ist und zeigt, wie wir im Kern sind“.

Matt wirkt nach den Querelen der Vergangenheit spürbar erleichtert. Vielleicht hält die aktuelle Besetzung ja tatsächlich mal länger als ein Jahr.

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