- Text: Ina Göritz
- Künstler: albert hammond jr.
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Mit Albert Hammond Jr.
Durch New York
Er ist zwar kein geborener New Yorker, doch der Kalifornier Albert Hammond jr. verkörpert die Stadt ebenso sehr wie seine Bandkollegen von den Strokes. Während die sich eine Baby- und Kreativpause gönnen, ist ihr Gitarrist nach wie vor umtriebig und veröffentlicht mit "?Cómo Te Llama?" sein zweite Soloalbum. Wir baten den Lockenkopf um ein paar Insidertipps für New York-Besucher.
Du bist in den vergangen Jahren viel herumgereist, wie sehr hat sich die Stadt während deiner Abwesenheit entwickelt?
New York verändert sich ständig. Ich gehe mit meinen beiden Hunden spazieren und plötzlich entdecke ich zwei Straßen von meinem Haus entfernt einen Laden, den ich noch nie gesehen habe. Und ich kenne meine Nachbarschaft eigentlich ziemlich gut. Nach einigen Weltreisen kann ich definitiv sagen, dass New York meine Lieblingsstadt ist, der einzige Platz, an dem ich derzeit leben möchte.
Wofür gibst du am meisten Geld aus, wenn du zu Hause bist?
Für Lebensmittel schätze ich. Ich koche viel, und für zwei Wochen einzukaufen kostet hier ein Vermögen. Allerdings ist es kaum preiswerter, jeden Tag essen zu gehen, obwohl es deutlich billiger für mich geworden ist, seitdem ich aufgehört habe, Alkohol zu trinken.
Wenn du dich bekochen lässt, in welchem Restaurant geschieht das?
Ich hab einige Lieblingsrestaurants, zu denen auch das Lavagna zwischen den Avenues A und B (545 E. 5th Street) gehört. Ein sehr guter Italiener.
Du bist bekannt für deine Anzüge. Wo kaufst du die?
Ich hätte gern eine eigene Anzuglinie, dann müsste ich nie wieder einkaufen gehen. Ich weiß schon genau, wie sie aussehen sollen, jetzt brauch ich nur noch jemanden, der sie herstellt. Die meisten meiner Anzüge kaufe ich im "Freemans Sporting Club" (8 Rivington Street). Es ist ein Herrengeschäft, wo du dich auch rasieren lassen kannst. Und sie haben wunderbare Anzüge, hergestellt aus Stoffen der Fünfziger.
Wo hast du deine Tattoos stechen lassen?
Bei "New York Adorned" (47 2nd Avenue ), aber nur eine Frau darf dort an meine Arme. Ihr Name ist Stephanie und ich liebe ihre Arbeit. Man sieht meine Tattoos meist nicht, aber ich habe inzwischen sieben Stück. Auf dem rechten Handgelenk sind die Hasen vom ersten Album, ein Stück darüber das zweite, ein wenig abgewandelt als CD mit Fragezeichen. Weiter oben habe ich einen Buddha mit Wanderstock, der mich daran erinnern soll, gelassener zu werden. Die Tattoos auf meinem rechten Arm symbolisieren das Leben, der linke steht für alles vergängliche und den Tod. Dort habe ich einen Typ im Anzug, der raucht und eigentlich ein Skelett ist, darunter ein Junge und ein Mädchen die sich umarmen. Sheldon Silversteens Gedicht "Hug O'War" hat mich zu den beiden inspiriert. An beiden Ellenbogen habe ich außerdem Schwalben und demnächst soll noch ein Revolver hinzukommen, aus dessen Lauf Blumen sprießen.
Wo erholst du dich in New York?
Ich habe mir grade ein Fahrrad gekauft und fahre mit meinen beiden Hunden Violet und Lola gern in den Tompkins Square Park (295 E 8th Street) oder den Central Park. Die Hunde sitzen im Körbchen. Wenn es wieder auf Tour geht, muss ich sie wohl leider zu Hause lassen, wahrscheinlich wird sich meine Mutter dann um die beiden kümmern.
BEATSTEAKS AFTERSHOW PARTY
29.08.2008
tapetenwechsel @ Rosi's - BEATSTEAKS AFTERSHOW PARTY



