unclesally*s - willkommen zu hause

Bild: Isobell Campbell
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Isobell Campbell
Endlich allein


Nach ihrer Aufsehen erregenden Kollaboration mit Gutter Twin Mark Lanegan legt die einstige Belle & Sebastian-Sängerin Isobel Campbell mit 'Sunday At Devil Dirt' ihr Solowerk vor. Für das Album schrieb die 32-Jährige nicht nur sämtliche Songs und Texte, sondern spielte auch zahlreiche Instrumente und produzierte das Werk auch noch im Alleingang. Gar nicht so einfach, sich da nicht zu verzetteln.

"Das ist schon eine Menge Verantwortung",
sagt Isobel. "Ich habe fast anderthalb Jahre an der Platte gearbeitet und meine Familie und Freunde in der Zeit kaum gesehen. Aber es ist gut, so DIY zu sein, denn es ermöglicht mir, mein Bestes zu geben und eine sehr persönliche Platte zu machen."

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Mark Lanegan hat im Gegensatz zur ersten Kollaboration diesmal mehr die Rolle eines Gastes, der Isobels Liedern seine markante Stimme leiht. Lanegan reiste für neun Tage nach Glasgow, um seinen Gesang aufzunehmen. "Ich hatte nur die Grundgerüste für die Songs, also musste er auf ziemliche rohe Versionen singen. Aber das hat gut geklappt. Er hat mir einfach vertraut. Ich hab dann alles weitere alleine gemacht." Der eigentlich anstrengende Teil begann aber erst, als die Platte im Kasten war. "Jetzt bin ich wirklich müde. Ich verbringe so viel Zeit am Computer, mit E-Mails und Administration, es ist so langweilig. Einfach scheiße. Es geht nur um Artwork, Fotos, Interviews... Ich fühle mich momentan mehr als Sekretärin denn als Musikerin." Dabei liegt es weniger an Zeit- oder Energiemangel, das zurzeit eher selten musiziert wird. "Ich wollte in den letzten Wochen ab und zu mal Gitarre spielen, aber meine beiden Gitarren stehen noch im Studio, und ich kann nicht hingehen, weil ich dem Studio noch soviel Geld schulde. Ich muss wohl einen Freund hinschicken, um die Gitarren abzuholen." Ende dieses Monats stehen die ersten Konzerte zum Album an. Spätestens dann wird also wieder musiziert, und zwar nicht alleine, sondern mit Band, inklusive Lanegan. Bleibt zu hoffen, dass die Gitarren mittlerweile freigekauft werden konnten.

Text: Nagel

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