unclesally*s - willkommen zu hause

Bild: Mystery Jets
  • Text: Tanja Hellmig
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Mystery Jets
Jugend im Rückwärtsgang


Sich selbst zu verwirklichen ist erstrebenswert. Sich von seinen Eltern zu lösen ist förderlich. Wenn beides parallel stattfindet, laufen die Endorphine Amok.

’21’ ist so ein übermütiges kleines Ding. Da geht es um Mädchen und natürlich auch um Jungs. Es geht ums Verliebtsein, ums Nicht mehr verliebt sein oder noch schlimmer: ums Erwachsenwerden. Das Wort „love“ wird auf ’21’ nicht so inflationär benutzt wie auf der neuen Kooks-CD, aber die Mystery Jets, die von fünf Mitgliedern auf vier geschrumpft sind, zelebrieren auf ihrem Zweitling ihre Jugend noch einmal exzessiv und liefern uns mit ihrer ersten Single ’Young Love’ ein zweites ’Young Folks’ ab.

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Als „Schläfer“ bezeichnen die beiden zwecks Interviews angereisten Bandmitglieder William Rees und Blaine Harrison dieses überbrodelnde kleine Monster: „Als wir das Lied aufgenommen haben, war uns die Ähnlichkeit zwischen den Stücken gar nicht bewusst. Erst als unser Produzent Erol Alkan uns fragte, welches Lied der letzten Jahre auch mit ’young’ beginnt und weibliche wie männliche Gesangpart beinhaltet, wurden uns die Parallelen bewusst. ’Young Folks’ hat die Leute von hinten überrumpelt und sich festgebissen. Wir hoffen, dass ’Young Love’ das gleiche Potenzial hat.“

Hat es. Auch der Rest des Albums klingt so fröhlich und verspielt wie eine Rasselbande junger Katzen. Grund dafür sei laut Blaine der Rückzug seines Vaters Henry, der auf dem Debüt ’Making Dens’ noch federführend das Zepter schwang: „Henry agiert jetzt nur noch im Hintergrund, und wir vier durchleben auf ’21’ noch einmal unsere Jugend und zelebrieren den Übermut.“ Ein Übermut, der ansteckend ist und dem Sommer seinen ersten musikalischen Soundtrack geschenkt hat.

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