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Bild: The Amber Light
  • Text: Benjamin Foitzik
  • Fotograf: Markus Nass
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The Amber Light
Indie-Pop-Alternative-Post-Art-Rock. Mindestens!


Wiesbaden - Geburtsort von John McEnroe, Hauptstadt Hessens... Was noch?

Wie wär’s mit ’Heimat spannender Pop-Musik’? Damit sind The Amber Light gemeint, die nun mit ihrem tiefgehenden Zweitwerk ’Play’ einen strammen Schritt nach vorne machen. „Obwohl unser erstes Album seine Stärken hatte, war es von kopflastigem Größenwahn geprägt“, reflektiert Sänger-Keyboarder Louis Gabbiani. „’Play’ hingegen ist viel direkter und lebt von Leichtigkeit und Spontaneität.“

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Direkt, leicht, spontan - und doch kein Easy-Listening-Mainstream-Gedudel sondern „experimentierfreudige Pop-Musik“. Ein Label, mit dem die Hessen leben können. „Aber auch nur deshalb, um Fragen wie ’Seid ihr mehr Indie-Pop oder Alternative-Post-Art-Rock?’ aus dem Weg zu gehen“, stellt Gitarrist Jan Sydow klar. Schon verstanden - wer mit so unterschiedlichen Bands wie Archive, Marillion oder Wir Sind Helden tourt, passt eh in keine Schublade. Apropos Helden: Deren Jean-Michel Tourette war derart von The Amber Light begeistert, dass er ’Play’ kurzerhand zu seinem Produzenten-Debüt machte. Ein Ritterschlag, den The Amber Light mit ihren schaurig-düsteren bis rotzig scheppernden Indie-Pop-Nummern (ha!) absolut zu Recht erhalten.

Zum Abschied gibt Gabbiani folgenden Synapsen-Killer mit auf den Weg: „Ich denke, dass durch die mit Negation behafteten Titel der meisten Songs sich auch unser generell euphorisches ’Spiel’ mit dem Zweifel und Zweckpessimismus offenbart, den wir gerne, kritisch unserem Zeitgeist gegenüber, pflegen.“ Wer das verstanden hat, muss keine Angst vor Dr. Kawashima haben. Wer nicht, wird ’Play’ trotzdem geil finden.

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