unclesally*s - willkommen zu hause

Bild: Britta Persson
  • Text: Christine Stiller
  • Fotograf: Märta Thisner
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Britta Persson
Mach sie platt, die überdrehte Kuh!


Da passt was nicht zusammen. Irgendwie scheint Britta Persson ihre dramatische Hälfte zu Hause in Stockholm vergessen zu haben. Mit auf Sparflamme ruhendem Temperament erklärt sie uns die verspielte Metaphorik hinter dem Titel ihres Sahne-Pop-versetzten Zweitwerks 'To Kill Hollywood Me'.

Eine 'Drama Queen', so sagt sie, habe jedermann in sich. Doch auch wenn man, wie die gute Britta, mit chronischer Ungeduld geschlagen ist, könne man trotzdem versuchen, das Leben ein wenig entspannter zu nehmen. "Der Titelsong ist eine Aufforderung an mich selbst, ein bisschen ruhiger zu sein und die Dinge auf mich zukommen zu lassen."

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Bei den Aufnahmen zu ihrem ersten Album 'Top Quality Bones And A Little Terrorist' im Wohnzimmer von Landsmann Kristofer Åström schienen allerdings keine allzu gravierenden Geduldsprobleme aufgetreten zu sein. Während sie sich damals noch mit einer ungemein kargen technischen Ausstattung herumplagen musste, gab es dieses Mal ein echtes Tonstudio und die tatkräftige Unterstützung vieler schwedischer Musikerfreunde wie Per Nordmark oder Peter Hermannsson.

Wir kennen diese Leute nicht wirklich. Im beschaulichen Stockholm dürften sie jedoch an jeder Ecke stehen. Die dortige Musikszene ist überschaubar, und wenn man ein paar Spielgefährten sucht, wird man hier schnell fündig. Im Falle Britta Persson hat das toll geklappt. Sie serviert bescheiden arrangierten Semi-Eigenbrötler-Pop mit romantisch verspielter Ruhelosigkeit und einer kleinen Prise mädchenhafter Dramatik.

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