- Text: Christine Stiller
- Fotograf: Erik Weiss
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Ivy League
Während Andrew und Ben an ihrem "Liberal Arts College" Wesleyan University im hübschen US-Bundesstaat Connecticut noch modetechnisch unterprivilegiert über die Campuswiese schlufften, spielten die Herren von Vampire Weekend in Sachen Uni-Bildung noch mal in einer anderen Liga. "Ivy League" bezeichnete einst die Wettkämpfe im Hochschulsport zwischen den Schulen, die man heute als DIE acht Elite-Unis an der amerikanischen Ostküste betrachtet: Harvard, Princton, Yale, Penn, Dartmouth, Cornell, Columbia und Brown - ein Studienplatz in diesen altehrwürdigen, "Efeu berankten" Hallen ist so was wie der AAA-Pass für eine glorreiche berufliche Zukunft. Auf kauziges Künstlertum setzen hier wohl nur die wenigsten.
MGMT
Erwarte das Unerwartete
Das Leben steckt voller Überraschungen. Als Andrew Vanwyngarden und sein Collegekumpel Ben Goldwasser im Jahr 2005 mit der Single 'Time To Pretend' ohne größere Hintergedanken ein tollwütiges Phantasieszenario über Supermodels und Drogenparties zusammensetzten, wussten sie nicht, dass das bald schon Realität werden könnte. Dann kam 2007 ein Plattenvertrag nach Brooklyn geweht und jetzt ist da wohl alles offen.
Nicht mit harten Drogen, sondern einer Tasse Tee hält sich unser Gesprächspartner Andrew an diesem Tag bei guter Laune. Statt auf einen selbstverliebten Kunst-Uni-Absolventen treffen wir auf einen süßen, schüchternen Jungen mit rosa Haartuch und Milchbubi-Tendenz, der manisch in der Teetasse rührt, während er uns mit sanfter Stimme von seiner musikalischen Mission erzählt: "Unser ultimatives Ziel ist es, Musik zu machen, die wirklich poppig und eingängig ist, dafür aber auch subversiv und skurril. Es ist toll, dass ein Song wie 'Time To Pretend' im Radio läuft. Der ist leicht und lustig, aber auch extrem düster, schließlich geht es hier um Leute, die eine Überdosis nehmen und an ihrer eigenen Kotze ersticken."
Ein interessantes Konzept, das Andrew mit einem scheuen Kichern kommentiert. Individueller als die meisten Albumdebütanten klingen die Elektro-affinen Jungs mit ihrem Hype-bedrohten "Future-Seventies"-Sound auf 'Oracular Spectacular' tatsächlich. Hinter der Single 'Pieces Of What' könnte man zum Beispiel einen fein säuberlich durch den Elektrofleischwolf gepressten Oasis-Neil-Young-Hybriden entdecken, während bei 'Electric Feel' die aufgeplusterten Scissor Sisters grüßen ließen - würde man das nicht um der guten Sache willen schlichtweg ignorieren. Doch langweilt man das junge Duo dieser Tage sicher mit keiner möglichen Verbindung mehr, als der zu den ebenfalls aus New York herübergespülten Jungs von Vampire Weekend.
"Wir betrachten uns nicht als Teil einer New Yorker-Szene. Jeder macht sein Ding. Mit Vampire Weekend würde ich uns nicht in einen Topf werfen. Sie haben keine futuristischen, psychedelischen Einflüsse auf ihrer Platte, sondern so Achtziger-Pop, Weltmusik-Zeug. Wir sind düsterer. Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, warum sich Bands wie Vampire Weekend als Kunstschulabsolventen bezeichnen. Die haben an der Columbia studiert. Das ist eine Elite-Uni. Da trägt man Ralph Lauren-Pullover. Es ist schon albern, sie sind offenbar stolz darauf, eine Spasti-Variante von Schlaubergern zu sein. Da wollen wir nicht hin." In einem kurzen NME-Interview wurde Andrew im Übrigen kürzlich noch direkter. Wie aus der Pistole geschossen beantwortete er die Frage, wem er denn schlechtes Karma gönne, grinsend mit "Vampire Weekend". Geht's deutlicher?!
Und was haben wir sonst noch gelernt? Das Halluzinogen 'Salvia Divinorum' ist nichts für ihn. Vor seinem Umzug in die Modemetropole New York watschelte er zum Teil noch in Birkenstocks durch die Welt und falls euch Andrew irgendwann einmal berichten sollte, dass er eine Begeisterung für satanische Rituale hegt, dann ist das eine Lüge, beziehungsweise ein Gerücht, das er gerne über sich verbreiten würde, wenn er das könnte. Hätten wir das im Vorfeld erwartet? Wohl kaum.
LIVE: THE GUNS + EASTER CONFERENCE CHAMPIONS + EVERLAUNCH
17.05.2008
Motorclub @ Magnet - LIVE: THE GUNS + EASTER CONFERENCE CHAMPIONS + EVERLAUNCH
- Auf Achse
Jack & Ginger - Auf Achse
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Mach sie platt, die überdrehte Kuh! - Disco Ensemble
Ruhig mal wieder auferstehen - Disco Ensemble
Eis Essen Mit Disco Ensemble - Disco Ensemble
Kreuzverhör - Mikkaa - Disco Ensemble
Kreuzverhör - Lasse - Disco Ensemble
Kreuzverhör - Mikko - Disco Ensemble
Kreuzverhör - Jussi - Disco Ensemble
Die spinnen, die Finnen - Does It Offend You, Yeah?
No New-Rave - Im Tourbus mit
Airbourne - Isobell Campbell
Endlich allein - Jamie Lidell
Befreit - Kettcar
Keine Konsonanten - MGMT
Erwarte das Unerwartete - Mein erstes Date mit
Calvin Harris - Mit Kooks
Zu Bowie - Mixtape
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Jugend im Rückwärtsgang - Neva Dinova
Wonderful, Mr. Drugstore - Portishead
Wiedersehen macht Freude - Rainer Von Vielen
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Mit Elbow nach Manchester - Shopping mit
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Bloß kein Gejaule - The Amber Light
Indie-Pop-Alternative-Post-Art-Rock. Mindestens! - The Charlatans
Neubeginn wider Willen - The Hellacopters
Respect the Rock - bis ins Grab - The Notwist
Das Stigma des Überalbums - Thrice
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Große Jungs prügeln sich nicht - ¡Forward, Russia!
¡Forward, Russia!
