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Bild: Sharleen Spiteri
  • Text: Patrick Heidmann
  • Label: Mercury/Universal
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Sharleen Spiteri
Melody


Um es gleich vorweg zu nehmen: Texas, die von allen Neunziger-Frontfrauen-Pop-Bands immer am unauffälligsten, aber weiß Gott nicht erfolglos blieben, haben sich nicht getrennt. Sängerin Sharleen Spiteri hatte einfach nur mal Lust, ein paar Songs aufzunehmen, die nach all den Einflüssen klingen, die bei Texas eben immer nur am Rande hörbar waren. Sprich: Sixties-Soul, Rock'n'Roll und Pop zwischen Lee Hazlewood und Serge Gainsbourg. Das Problem mit "Melody" ist allerdings, dass Spiteri weder die einzige noch die erste ist, die sich derzeit auf Dusty Springfield oder Nancy Sinatra beruft. Und weil sie weder die markante Stimme einer Amy Winehouse noch einen Knallerhit à la Duffy auf Lager hat, droht die Schottin zwischen all den Adeles, Gabriela Cilmis etc. ein wenig unterzugehen. Was gar nicht heißen soll, dass ihr nicht absolut elegante, bezaubernde Songs gelungen sind.

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