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Bild: Jay Brannan
  • Text: Patrick Heidmann
  • Label: Nettwerk/Soulfood
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Jay Brannan
Doddamned


Auf der Leinwand hat er sich schon völlig nackt gemacht, in John Cameron Mitchells sensationell liebenswerter Sexkomödie "Shortbus". Nun legt Jay Brannan auch musikalisch einen Seelenstriptease hin. Auf seinem Debütalbum "Goddamned" offenbart der Singer/Songwriter, den man online häufig mit Gitarre im Schlafzimmer bewundern kann, in einer Reihe zarter und bemerkenswert intimer Folk-Songs sein melancholisch-depressives Gemüt. Die hübschen Melodien und Jays angenehme Stimme treten allerdings in den Hintergrund neben den offenherzigen Texten, die sehr ehrlich von schwuler Liebe oder religiösem Irrsinn erzählen und immer wieder den wunderbaren Humor offenbaren, der auch schon "Shortbus" so sehenswert gemacht hatte.

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