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Bild: Weezer
  • Text: Marcus Willfroth
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Weezer
Weezer


Bemerkenswert an Weezer ist weniger ihre sympathische Verschrobenheit. Sondern, dass sie mit ihrem neuen, roten Album einen Spielplatz für zwei Dutzend verschiedene Musikstile kreiert haben.

Im Hirn von Rivers Cuomo sind die Grenzen durchlässig. Da treibt es jeder mit jedem: Rock mit Soul, Funk mit Metal und Elektro mit HipHop. Als der Grunge abdankte, kam seine Band Weezer mit diesem Soundverständnis -und der Single „Buddy Holly“- ganz groß raus. Damals, im Sommer 1994. Inzwischen gehört das Quartett zu den Ikonen im Chucks-besohlten Independentbereich und festigt den eigenen Status mit jedem neuen Song.

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Auch jetzt, im Jahre 2008? Da pfeifen Weezer zum dritten Mal in ihrer Karriere auf einen Albumtitel und sehen erstmals Rot. Bedeutet, anstatt sich die bebrillten Köpfe über einen Namen zu zerbrechen, wurde das Grübeln aufs Songwriting verlagert. Gute Entscheidung – das „Red Album“ bietet Spaß für die ganze Familie: Da werden aus Papas Plattensammlung alte Rolling Stones-Samples gemopst, beim Bruder Red Hot Chilli Peppers-Gitarren und neben der Schlafstätte der Schwester liegt sogar ein Exemplar vom Soundgarden-Debüt. Ab in den Mixer und fertig ist das sechste Weezer-Album. Freilich, nur echt mit dem Genius eines Rivers Cuomo.

Wo der Vorgänger „Make Belive“ etwas spröde daherkam, vergnügt sich das „Red Album“ zwischen süßlichem Power-Pop, zauberhaftem Folk und harschen Rockgitarren. Man möchte am liebsten mitspielen – Weezer haben den Sandkasten jedoch in fester Hand!

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