unclesally*s - willkommen zu hause

Bild: Bodi Bill
  • Text: Philipp Kohl
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Bodi Bill
Next Time


Was Bodi Bill letztes Jahr mit "No More Wars" vorgelegt haben, war vielversprechend: Ein Berliner Trio vermischt Weilheimer Synthie-Gefrickel, Minimal und Klavieretüden zu düsteren, abgeklärten Songs. Der Nachfolger "Next Time" kommt ungewöhnlich rasch für eine Band beim sorgfältigen 'Sinnbus'-Label, leider im Leerlauf. Melodien waren noch nie ihr Anliegen, doch hier fehlen eindeutig die Anhaltspunkte. Sie haben ihren Sound, an vielen Reglern wurde nicht mehr gedreht, daher unheimliche, perkussive Tonpuzzles aus allen Ecken, zwar gewohnt, aber langwierig. Klackernde Stimmschnipsel reißen seit ein paar Radiohead-Nummern auch nicht mehr mit. Nur einen lyrischen Moment hat die Platte: "Henry" knüpft an die Atmosphäre von "Traffic Jam" an. Sonst ein unbefriedigendes Intermezzo.

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