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  • Text: Holger Köhler, Torsten Hempelt
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VIELE AUF EINER


Das ist mit 'The DFA Remixes - Chapter Two' (DFA/EMI) nun also der bereits im Frühling angekündigte zweite Streich aus dem Hause 'DFA'. Wie schon beim ersten Teil gibt es auch im zweiten Kapitel Tracks aus dem Remix-Backkatalog des Labels. Die sind auch immer noch genauso großartig, wenngleich ein wenig schlechter zusammengewürfelt als auf dem ersten Teil. Dennoch wissen natürlich die Herren DFA, TomGoldsworthy und James Murphy, genau, wie man bei den Nine Inch Nail den Rost zugunsten von Sexyness abreibt.
Wie essenziell, also lebensnotwendig die auf 'Essential Bands' (Polystar/Universal) zusammengestellten Bands wirklich sind, muss jeder selbst beantworten. Wer allerdings auf den Rock-Sound der britischen Insel und aus den USA steht, ist hier gut bedient - sofern er die Songs nicht längst alle hat, denn es werden zum Teil auch ältere Werke wie Blurs 'Song 2' von 1997 präsentiert. Vor allem ist der Sampler aber mit Liedern aus dem letzten Jahr von zum Beispiel Coldplay, Beck, 3 Doors Down und The Bravery ausgestattet und damit auf jeden Fall eine gute Basis für die Privatparty daheim!
Einmal mehr wird dem so großartigen wie tragischen Daniel Johnston Tribut gezollt - diesmal mit 'I Killed The Monster' (Second Shimmy/Cargo), für das der legendäre Kramer Fans des Texaners zusammentrommelte, um dessen Lieder zu interpretieren. Darunter Mike Watt, Major Matt Mason (Schwervon!), Dot Allison und Kimya Dawson. Nicht ganz so hochkarätig starbesetzt wie 'The Late, Great Daniel Johnston' mit Tom Waits, Beck & Co. vor anderthalb Jahren, dennoch empfehlenswert! Gänzlich andere Felder beackert 'Studio One - Rude Boy' (Soul Jazz/Indigo). Dessen Titel erklärt sich ja einigermaßen von selbst; hier geht's um Reggae, und wie fast immer bei den vorzüglichen Compilations aus dem Hause 'Soul Jazz' ist auch dieser hier sehr gelungen. Ein wenig zwiespältig hingegen ist 'Female Future Transatlantic' (Phazz-a-Delic/Rubaiyat/New Format/Edel). Da gibt es einen Überblick über das Schaffen von ausgewählten 'Produzentinnen und Macherinnen', darunter neben Alice Coltrane vor allem hierzulandige wie Barbara Morgenstern oder Masha Qrella. Sympathisch, allerdings etwas monoton.

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