- Text: Moritz Honert
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Henning Mankell
Wallander - Tod in den Sternen / Wallander - Eiskalt wie der Tod
Was dem Spießer die "Lindenstraße" und dem Depp sein "GZSZ", das sind dem Kulturpessimisten die Geschichten um Kommissar Wallander. Es ist faszinierend, wie Henning Mankell es geschafft hat, Gesellschaftskritik ins Format der Krimi-Seifenoper zu pressen. Der Vorteil der Fortsetzungsform: Inzwischen haben die Figuren eine derart komplexe Geschichte, dass es eigentlich auch ohne Kriminalfälle genug zu erzählen gebe. Trotzdem wird aber natürlich auch in den zwei hier besprochenen Hörspielen, die eine neue Reihe von Eigenproduktionen des Hörverlags eröffnen, reichlich gestorben - am liebsten gleich in Serie. Als Vorlage dienten die Drehbüchern der 2004 gestarteten schwedischen Wallander-TV-Serie. Spielen tut das aus früheren Mankell-Radioproduktionen bekannten Ensemble um Axel Milberg, das genau wie die Regie einen großartigen Job gemacht und zwei dicht inszenierte Hörspiele produziert hat. Die Welt ist schlecht, ja. Wenn das aber so klingt wie hier, dann nehmen wir das gerne hin.
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19.07.2008
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