unclesally*s - willkommen zu hause

Bild: Die Sicht der Dinge
  • Text: Andreas Hartung
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Die Sicht der Dinge


Als der Vater von Yoichi stirbt, kehrt er nach 15 Jahren nach Hause zurück, um seinem Vater die letzte Ehre zu erweisen. Seine Eltern trennen sich, als er ein kleiner Junge war. Die Kinder bleiben beim Vater zurück, der einen Friseursalon hat und den ganzen Tag arbeitet. Sein ganzes Leben hat Yoichi unbewusst seinem Vater die Schuld am Verlust seiner Mutter gegeben. Ihn als stetig arbeitenden, schweigsamen und emotionslosen Friseurrücken in Erinnerung. Bei der Totenwache am Sarg seines Vaters werden durch die alten Weggefährten die blassen Erinnerungen wieder lebendig und manches erscheint im neuen Licht. Im Laufe der Wache, während die Zunge seines Onkels vom Sake lockerer und schwerer zugleich wird, verändert sich das Bild, welches Yoichi von seinem Vater hat. Alte Schuldzuweisungen sacken in sich zusammen, neue werden gemacht. Am Ende hat sich Yoichis Bild von seinem Vater entschieden verändert.

"Die Sicht der Dinge" ist ein atmosphärisch beeindruckender ruhiger Comic über die Revidierung kindlicher Schuldzuweisungen. Ausgehend von dem großen Feuer von Tottori schildert Jiro Taniguchi die Entfremdung und das Auseinanderbrechen einer Familie. Das Heranwachsen des jungen Yoichi, wie er in entscheidenden Ereignissen beschützt werden soll und sich auch deswegen immer mehr von seiner Familie entfremdet, bis er nach Tokio geht, um nicht wieder zurück zu kommen.

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