- Text: Aliki Nassoufis
- Autor: Charles Bukowski
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Charles Bukowski
Den Göttern kommt das große Kotzen
Er gehört zu den ruppigsten und zugleich ehrlichsten Autoren: Charles Bukowski machte erst die Bar- und Frauenwelt unsicher, bevor er die Literatur eroberte. Auch im Alter hörte der Besessene nicht auf, von seinen Erlebnissen zu schreiben - wie die unter dem Titel "Den Göttern kommt das große Kotzen" veröffentlichen Teile seiner Tagebücher von 1991 bis 1993 zeigen. Darin ließ sich der wenig später gestorbene Autor über Rennbahnen, aufdringliche Fans und Computer aus, die ihn "bei den Eiern" hatten. Angst vor dem nahenden Tod hatte er dabei nicht, sondern sogar sarkastische Hoffnungen auf das Danach: "Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt. Alle, die mich zu Lebzeiten gefürchtet oder gehasst haben, finden mich jetzt ganz toll." Zusammen mit den schwarz-weiß Illustrationen von Robert Crumb ergeben diese meist um kurz vor Mitternacht geschriebenen, episodenhaften Gedanken ein düsteres Bild vom Älterwerden - wobei bei Bukowski noch eine weitere Komponente hinzukam: Wirklich glücklich war er nur allein, wie er schrieb; "Menschen höhlen mich aus."
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30.05.2008
Taptenwechsel @ Rosi's - Berlin
