- Text: Torsten Groß
- Autor: Simon Reynolds
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Simon Reynolds
Rip It Up And Start Again
Schon etwas länger am Markt, aber da der Autor gerade auf Lesereise war, darf man's nachreichen. Zumal gilt: Wenn jemand 576 Seiten über Pop-Musik vollschreibt, und man sich beim Lesen nicht einmal langweilt, dann ist alleine das schon bemerkenswert. Der britische Musikjournalist Simon Reynolds hat mit "Rip It Up..." eine Art ultimative und international gültige Post-Punk-Bibel geschaffen. Nie zuvor hat sich jemand mit derartiger Expertise, Hingabe und Formulierkunst dem so wichtigen Thema gewidmet, dessen Ausprägungen ja insbesondere heute omnipräsent sind. Wer alles, was in den letzten sechs so genannten "Indie-Rock"-Jahren von den Strokes bis Maximo Park passiert ist, verstehen will, kriegt es hier erklärt. Mit akribischer Genauigkeit portraitiert Reynolds auf der Basis von 128 eigens geführten Interviews all die Szenen und Bands, die heute unter dem diffusen Begriff Post-Punk zusammengefasst werden und am Ende bleiben nur zwei Fragen offen: Wo bleibt Reynolds Band über die hier mehrmals angesprochenen Sixties, wo seine Gedanken zum Retro-Post-Punk heutiger Tage? Ein bisschen Milderung verschafft Blissblog, des Autoren viel frequentierter Blog unter: http://blissout.blogspot.com/.
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30.05.2008
Taptenwechsel @ Rosi's - Berlin
