unclesally*s - willkommen zu hause

Bild: Glue
  • Text: Sebastian Gosmann
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Glue


Eines merkt man dieser verschwitzten Coming-Of-Age-Geschichte sofort an: Hier erzählt jemand aus der eigenen Jugend - welche sich im Hinterland Patagoniens augenscheinlich nicht sonderlich spannend gestalten ließ. In "Glue" (ab 1.5.) lässt der argentinische Regisseur Alexis Dos Santos seinen pubertierenden Lucas verzweifelt nach einem Weg suchen, seinen Hormonstau auf angemessene Weise loszuwerden. Zusammen mit Kumpel Nacho schmiedet er den Plan, ein Mädchen in einem Stundenhotel zu verführen. Zielbewusst freunden sich die beiden bald mit der schüchternen Andrea an, doch zum gewünschten Triebabbau soll es erst später und auf aufregendere Weise kommen.
Es sind die kleinen Momente und Gesten, die Dos Santos interessieren; die Mischung aus Erregung und Unsicherheit etwa, die entsteht, wenn die drei Jugendlichen das erste Mal ungestört beieinander sind. Wer einen Sinn hat für Filme, die mehr Bilder denn Worte sprechen lassen, den wird dieser mit geschmackvoller Punkmusik unterlegte feuchte Traum in Rot durchaus entzücken können.

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