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Bild: Import/Export & Tierische Liebe
  • Text: Sascha Rettig
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Import/Export & Tierische Liebe


"Noch nie habe ich im Kino so geradewegs in die Hölle geschaut", sagte Werner Herzog über Ulrich Seidls schwer verdauliche, nun endlich hier auf DVD erscheinende Doku "Tierische Liebe". Dieser Satz trifft bei allen Werken des österreichischen Regisseurs zu, auch seinem jüngsten Spielfilm "Import/Export". Darin werden zwei gegenläufige Geschichten erzählt: Olga kommt auf der Suche nach Arbeit aus der Ukraine nach Österreich, während der verschuldete Wiener Pauli in der Ukraine mit seinem Stiefvater Spielautomaten aufstellt. Dabei bewegt sich Seidl an der hässlichen Peripherie der Gesellschaft und zeigt ihre Verrohungen an der Trennlinie zwischen Fiktion und Dokumentarischem. So entstanden abermals Horrorbilder aus der Wirklichkeit, die wirken, aber für Seidls Verhältnisse diesmal regelrecht humanistisch, ja schon fast zärtlich sind.

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