- Text: Daniela Bringer
-
Rachel McAdams - Interview zum neuen Film
Sie sollte Hollywoods nächster großer Star werden, doch Rachel McAdams ("Wie ein einziger Tag", "Girls Club") legte erst einmal eine Pause ein. Jetzt meldet sie sich mit "Married Life" zurück.
Ihre Figur in "Married Life" hat diesen speziellen Glamour der Vierzigerjahre. Haben Sie sich dafür von den damaligen Filmstars inspirieren lassen?
Natürlich haben mir alte Filme dabei geholfen. Der Regisseur Ira Sachs wies mich speziell auf Kim Novak hin, deren Filme ich mir dann ganz gezielt angeschaut habe. Aber ich hatte immer schon etwas übrig für die Vierziger, weswegen ich natürlich ganz begeistert war, dass alle Kostüme Originale von damals waren. Besonders faszinierend fand ich, wie blond die Frauen damals ihre Haare färbten. Auf den Schwarzweiß-Fotos macht man sich das ja meist gar nicht so klar. Manchmal wird der Stil der Frauen aus jenen Jahren als konservativ beschrieben, aber ich empfinde ihn eigentlich als sehr mutig und ausgefallen.
Ihr letzter Film liegt eine Weile zurück. Haben sie sich eine bewusste Auszeit genommen?
Natürlich habe ich auch in der Zwischenzeit Drehbücher gelesen und nach Projekten gesucht. Aber ich brauchte tatsächlich auch mal ein wenig mehr Zeit für mich. Ich hatte eine ganze Weile einen Film nach dem nächsten gedreht und wollte einfach mal wieder ein bisschen Zeit in meiner kanadischen Heimat verbringen. Ich habe dort wieder Anschluss gefunden, mir ein Haus gekauft und zusammen mit zwei Freunden die Öko-Website greenissexy.org gegründet. Wir betreiben die ganz alleine und eigentlich ist das ein Vollzeitjob. Ich habe viel Energie in das Projekt gesteckt, doch jetzt ist das Fundament gelegt und ich freue mich, dass ich mich dann und wann auch wieder der Schauspielerei widmen kann. Die Pause hat mir sehr gut getan, aber spätestens durch die Arbeit an "Married Life" brennt jetzt auch wieder das Feuer in mir.
Haben sie diesen Schritt gar nicht als riskant empfunden? Sie galten doch gerade als kommender Superstar, da hätten die meisten sicherlich Hollywood nicht den Rücken gekehrt...
Natürlich war ich mir über das Risiko bewusst. Aber ich fühlte einfach, dass ich diese Auszeit nehmen muss. Meine persönlichen Bedürfnisse waren in dem Moment wichtiger als die meiner Karriere, und ich wollte unbedingt wieder selbst das Tempo meines Lebens bestimmen. Ich bereue auch absolut nichts - und bin jetzt ganz gespannt zu sehen, ob ich im Filmgeschäft wieder dort anknüpfen kann, wo ich aufgehört habe.
Tapetenwechsel @ Rosi's
28.11.2008
Tapetenwechsel @ Rosi's - Tapetenwechsel @ Rosi's



