- Text: Timo Richard
- Erscheinungsdatum: ..6.
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Bewertung:
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Factory Girl
Dass "Factory Girl" überhaupt den Weg zum Zuschauer gefunden hat, ist insofern bemerkenswert, als dass niemand geringerer als Bob Dylan versuchte, die Veröffentlichung zu verhindern. Der Mann mit der Mundharmonika sah sich in George Hickenloopers Biopic über Warhols Muse Edie Sedgwick (Sienna Miller) für deren tragischen Tod verantwortlich gemacht und verschaffte so einem Film zusätzliche Promotion, der ansonsten kaum erwähnenswert wäre. Wer sich mit der Stilikone und Warhols Factory auskennt, erfährt kaum Neues, für alle anderen wird ein Best Of aus Sedgwicks kurzem Leben in einen stilübergreifenden Bildermatsch gepackt. Visuell weiß "Factory Girl" durchaus zu gefallen, allerdings inszeniert Hickenlooper die durchaus dramatischen Schicksalsschläge so seifenopernah, dass man ihre reale Geschichte bald für frei erfunden hält. Wenn Kunst das Leben imitieren soll, imitiert sie hier ein derart künstliches Leben, dass für Realität wenig Platz bleibt. Dylans filmisches Alter Ego entpuppt sich übrigens als superintegres Moralmonster - die Bedenken kann er sich also schenken.
LIVE: TWO SHOES & FIVE! FAST!! HITS!!!
18.10.2008
Motor Club @ Magnet - LIVE: TWO SHOES & FIVE! FAST!! HITS!!!



