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Bild: Jugend ohne Jugend
  • Text: Patrick Heidmann
  • Erscheinungsdatum: ..10.
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Jugend ohne Jugend


Zehn Jahre ist es her, dass Francis Ford Coppola einen Film inszeniert hat, und natürlich sind die Erwartungen an ein neues Werk hoch. Doch wenn man "Jugend ohne Jugend" gesehen hat, wünscht man sich doch, die Regielegende hätte sich weiter um seine Weinberge in Kalifornien gekümmert, statt wieder hinter der Kamera Platz zu nehmen.
Seine Geschichte von einem Literaturprofessor (Tim Roth), der als 70-Jähriger vom Blitz getroffen wird, plötzlich immer jünger wird und fortan von Wissenschaftlern, Nazis und Alexandra Maria Lara umworben wird, war vermutlich als unkonventionelle, bewusst komplizierte Abhandlung über Zeit, Sprache und die großen existenz-philosophischen Themen des Lebens geplant. Stattdessen präsentiert der Mann, der einst mit dem "Paten" Filmgeschichte schrieb, eine hanebüchen krude und vor allem sterbenslangweilige Enttäuschung. Die Schauspieler sind hölzern und chargieren gnadenlos, derweil die Inszenierung nur so vor prätentiösen, kitschigen und banalen Einfällen strotzt. Nur gut, dass Coppolas nächstes Projekt schon in Arbeit ist. Der Mann braucht dringend wieder Übung!

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