- Text: Patrick Heidmann
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Bewertung:
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Wilde Unschuld
Dass sie spielen kann, muss die wunderbare Julianne Moore nach Filmen wie "Dem Himmel so fern", "The Hours" oder "Magnolia" natürlich längst nicht mehr beweisen. Auch dass sie toll aussieht, vor allem in den schicken Kostümen vergangener Jahrzehnte, ist kein großes Geheimnis. Nur was die Auswahl ihrer Rollen angeht, hat die New Yorkerin leider nicht immer das glücklichste Händchen.
"Wilde Unschuld" (ab 8.5.) ist nun zwar nicht so ein Debakel wie kürzlich etwa der Nicolas Cage-Actioner "Next", aber auch das Drama von Tom Kalin ist Moores Qualitäten eigentlich nicht wert. Als Millionärsgattin Barbara hat sie eine ungesund enge, allerdings alles andere als mütterliche Beziehung zu ihrem schwulen Sohn (Eddie Redmayne). Basierend auf einer wahren Geschichte wird in den Händen des Regisseurs daraus eine elegant fotografierte, aber prätentiös und eher öde erzählte Angelegenheit, die weder so intellektuell noch so provokant ist, wie sie gerne wäre. Daran ändert auch eine tolle Hauptdarstellerin auf Inzest-Pfaden nichts.
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17.05.2008
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